Der Podcast für Foodies bei FoodBuzz

ZestUp Beverages

ZestUp Beverages

1. Stellt euch und euer Start-up kurz vor.

ZestUp ist viel mehr als ein Erfrischungsgetränk: Durch die Verwendung von Fruchtschalen als ressourceneffizientes Upcycling ist ein nachhaltiges Getränk entstanden, das nicht nur außergewöhnlich bitter-fruchtig schmeckt, sondern auch noch die Rohstoffe schont. Die Schalen stammen dabei aus Saftpressen, die immer häufiger in Supermärkten und Bars zu finden sind. Die ausgepressten Früchte werden von unserem Zulieferer gesammelt, in eine Sammelstelle gebracht und dort gereinigt. Und da bei uns Omas Sprichwort „Das Gute steckt in der Schale“ gilt, verwenden wir keine zusätzlichen Geschmacksverstärker oder Farbstoffe, sind vegan und glutenfrei.
Die kleine 0,2L- Flasche ist besonders für Bars und Restaurants konzipiert. Durch die angepasste Größe sind Longdrinks und Cocktails schnell und einfach gemixt und überzeugen in Kombination mit Alkohol mit einem bitter-fruchtigen Geschmack. Durch den markant bitter-fruchtigen Geschmack ordnen wir uns als nachhaltiger Filler ein, der jedoch auch pur auf Eis erfrischt. ZestUp verleiht vielen Drinks, z.B. mit Campari, Gin oder Rum, eine völlig neue Note aus Zitrusschalenaromen.

 

2. Wie kam es zu der Idee des Startups?

Es begann alles im Herbst 2017 in der Lebensmittelwerkstatt an der damaligen Hochschule OWL. Ein paar Studenten aus dem ersten Semester setzten sich zusammen und versuchten neue Lebensmittel zu entwickeln, um erste Praxiserfahrungen zu sammeln. Neben einem Avocado Tee und einem Anti-Kater-Drink arbeiteten wir an einem Getränk aus Zitrusschalen. Diese Idee überzeugte uns am meisten und so entstand nach Versuchen mit Limetten und Zitronen ein Erfrischungsgetränk aus Orangenschalen, welches wir „Fizzzest“ tauften. Hiermit bewarben wir uns bei dem Food-Innovation-Wettbewerb Trophelia und erreichten das Finale. In der ILT.NRW, der Getränketechnologie der Hochschule, stellten wir unsere erste größere Charge von 80 Flaschen her. Am 24. April 2018 ging es dann zum Finale nach Bonn, wo wir erfolgreich den 3. Platz belegten. Außer den vielen positiven Rückmeldungen über „den Geschmack von Orangenschalen“, gab es noch den Kritikpunkt der Jury: die wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Idee. Was die Jury nicht wusste, auch von der verfahrenstechnischen Seite war Fizzzest im großen Maßstab nicht umsetzbar. Zu viert arbeiteten wir dann ab dem Herbst 2018 mit Unterstützung des KnOWLedge Cubes und des ILT NRW an einer neuen Idee. Es folgten viele Versuchschargen, Produkttastings und Gespräche mit Getränkeherstellern/ -abfüllern. Entstanden ist ZestUp, optimierter Geschmack und verfahrenstechnische Umsetzbarkeit durch veränderte Rezeptur und verändertem Herstellungsprozess. Ökonomisch und auch Ökologisch ein neues Konzept, bei dem wir als Abfall anfallende Orangenschalen beziehen und Upcyclen.

 

3. Status quo und die zukünftigen Pläne?

Im Oktober gründeten wir die ZestUp Beverages UG und stellten eine abschließende Kosten- und Preiskalkulation auf. Nach abschließenden Gesprächen mit einem Lohnabfüllunternehmen und den Lieferanten stellten wir im Januar unsere erste große Charge von 7500 Flaschen her, designten und ließen Marketingartikel wie Flyer, Tischaufsteller und USB-Sticks herstellen. Ab Februar starteten wir mit dem Vertrieb und Marketing, haben bereits einige Kunden gewinnen können und Marketing-Aktionen durchgeführt, wie die Verbreitung von 600 Flaschen in der Liquid Director-Box. Im März ging unsere Website mit Onlineshop online. Dann kam jedoch die Corona Krise und unser Verkauf kam quasi komplett zum Erliegen. Durch die Pandemie muss das Unternehmen im Moment (April 2020) von seinen Ersparnissen leben. Mit unserem ZestUp Orange sind wir aber noch lange nicht am Ende: In Zukunft planen wir für jeden Geschmack das passende nachhaltige Getränk anbieten zu können und eine Revolution auf dem Getränkemarkt zu starten. Wir können uns ZestUp auch auf der Basis von weiteren Fruchtschalen vorstellen. Eine zuckerfreie Variante ist ebenfalls in Planung. Unser langfristiges Ziel ist es, ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft und für die Nachhaltigkeit zu setzen. Die Entwicklung des Unternehmens orientiert sich an der Entwicklung weiterer Getränkesorten. Das Grundprinzip des upgecycleten Getränkes soll jedoch weiterhin im Vordergrund stehen. In 5 Jahren soll die Marke ZestUp bezeichnend für ein großes Produktkontingent sein. Neben der bereits bestehenden Sorte sollen weitere Geschmacksrichtungen und Eigenschaften ausgearbeitet werden, die die Attraktivität der Marke steigern und eine größere Zielgruppe bedienen können. Effizientere Zusammenarbeit mit dienstleistenden Unternehmen wie Lohnabfüllern und Logistikunternehmen wird ebenfalls durch einen größeren Bekanntheitsgrad und immer größer werdende Produktionsmengen erreicht.

 

 

4. Darf ich das Thema Monetarisierung ansprechen?

Gefördert wurden wir durch das Gründerstipendium NRW, wodurch wir den Schritt vom studentischen Projekt zum Unternehmen geschafft haben. Durch das Stipendium konnten wir unsere Stammeinlage für die UG bezahlen und ein weiteres finanzielles Polster konnte aufgebaut werden.

 

 

5. Wie kann man Euch unterstützen?

Unser Produkt ist nun hergestellt und serienreif. Die ersten Läden im regionalen Umkreis sind schon beliefert worden, jedoch ist der Verkauf nun zum Erliegen gekommen. Gerade der Sommer ist eigentlich genau die Verkaufssaison unseres ersten Produktes ZestUp Orange. Deswegen läuft nun der größte Teil über unseren Onlineshop unter www.zestup.de.