Wer ist „mittekind“?

Als kleiner Junge wuchs Julian Russak Anfang der 90er Jahre in Berlin-Mitte auf. Seine Welt zog sich entlang der Hinterhöfe vom Rosenthaler Platz bis hin zum damals noch grauen Tacheles. „Die Zeit nach der Wende war sehr herausfordernd für viele Familien. Essen gehen – daran erinnere ich mich kaum. Dafür aber an das Gefühl, wie schön ich es gefunden und mir gewünscht hätte“, erläutert der passionierte Koch seine schon sehr frühe Leidenschaft fürs Kochen. „Ich wollte da sein, wo der Glanz der Stadt Einzug nahm und fing 2010 meine Kochausbildung in einem renommierten Restaurant an. Endlich stand ich in den großen Restaurants der Stadt, von denen ich damals geträumt hatte“. Doch er wollte mehr. Um einen ganzheitlichen Blick auf die Aspekte der Ernährung zu bekommen, fing er 2014 ein Studium zum Ökotrophologen an und beendete dies mit einem Bachelorabschluss. Ein Kind aus dem Herzen Berlins ist er jedoch immer geblieben. mittekind bezieht deswegen alle Produkte von Händlern aus kleinen und mittelgroßen Läden und Manufakturen in und um Berlin. 

Warum diese Idee?  

Mein großer Traum war schon immer ein eigenes Catering Unternehmen. Aber es sollte viel mehr sein als das. Während meiner Zeit bei einem Unternehmensberater für Betriebsgastronomie, Hotellerie und Gastronomie habe ich einen großen Einblick in die Welt der Catering-Unternehmen erhalten. In dieser Zeit – Ende 2016 – kam in mir die Idee auf, mein eigenes Catering-Unternehmen zu Gründen. Schon damals stand fest: Seele muss es haben, Herz und ganz wichtig: Liebe zum Produkt. Das ist der Schlüssel. Ich möchte den Menschen ein Stück Heimat nach Hause liefern. Es geht um die Nahbarkeit zu mir und zu meinem Essen. Einfach richtig geiles Essen modern zubereitet, mit hochwertigen Zutaten. 

Meine Bestimmung ist es, Menschen mit hochwertigen und schmackhaften Lebensmitteln zu versorgen. Das ganze ehrlich, transparent und mit Produkten aus meiner Heimat – Berlin.

Wie sind die zukünftigen Pläne?

Ich glaube an die stetige Entwicklung von mir und meinem Unternehmen. Flexibilität ist einer der Stärken, die man meiner Meinung nach in der heutigen Zeit als Unternehmen braucht. Wenn Produkt A nicht funktioniert, so lange tüfteln bis es funktioniert oder auf Produkt B gehen. Die Pläne für die Zukunft: 3 Gang Menüs produzieren, einfache Klassiker mit einer prise “Freshneeees” neu interpretiert. Hausmannskost, frisch und lecker. Dann die Verpflegung von Menschen im Homeoffice. Viele Betriebskantinen haben zur Zeit geschlossen, da die meisten Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten. Lösung: die mittekind Box mit vorgekochten Mittagessen einfach nach Hause geschickt. Vakuumtüte ins heiße Wasser legen und zack: ein Mittagessen steht. 

Wie sieht Deine Monetarisierung aus?

Komplett eigenfinanziert. Was hat einmal der Gründer von Amazon Jeff Bezos gesagt:“ Starte klein und wachse!“ Genau das ist auch mein Motto. Es gibt in dem Bereich des hochwertigen Deliveryservice viele Parameter, die sich angeschaut und optimiert werden müssen. Ich sehe viele Anbieter in dem Bereich, die fremdfinanziert sind. Denen geht es um schnelles Wachstum und Marktanteil, um dann später einen hohen Exit zu erzielen. 

Ich bin Handwerker und Koch. Mir geht es in erster Linie um mein Produkt. Mein Essen, was sich meine Gäste nach Hause bestellen, muss auf den Punkt lecker sein. Mein Herz und meine Seele stecken in jedem einzelnen Gericht. Und das schmecken meine Gäste. Selbstverständlich muss mein Essen so kundenfreundlich wie möglich zum Gast kommen. Dafür haben wir tolle Logistikpartner. Heißt das, dass wir langsamer wachsen, als  fremdfinanzierte Firmen? Ja klar! Aber ich glaube, dass die Menschen das “schmecken” und die Qualität langfristig für uns sprechen wird.  

Wie kann man uns unterstützen?

Ganz einfach, bestellt mein Essen und sagt uns dann, wie es Euch gefallen hat. Gott sei Dank machen das jetzt schon viele Kunden. Und ich bekomme viel positives Feedback, was mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dennoch ruhe ich mich darauf nicht aus. Ich weiß, mein Produkt kann noch geiler sein. 🙂 

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